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Eine neue landesweite Klimaanalyse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) NRW liefert Kommunen und Planungsbehörden ab sofort eine wesentlich präzisere Grundlage, um Hitzeschutz vor Ort zu planen – dabei wird erstmals auch die Betroffenheit besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen in den Blick genommen. 

Mithilfe der Karten lassen sich Grundlagen für Klimaanpassungskonzepte entwickeln, Maßnahmenpläne schärfen und örtliche Entscheidungen fachlich abwägen oder untermauern. Die neue Klimaanalyse richtet sich vor allem an Planer*innen, Klimamanager*innen in Städten, Gemeinden und Kreisen, an die Regionalplanung sowie an Fachbüros, aber auch an interessierte Bürger*innen. 

16-fach höhere Auflösung der Klimadaten

Im Vergleich zur ersten landesweiten Klimaanalyse aus dem Jahr 2018 wurde die Untersuchung grundlegend weiterentwickelt. Die Modellierungen erfolgen in einer räumlichen Auflösung von 25 Metern mal 25 Metern statt wie zuvor in 100 Metern mal 100 Metern. Damit ist die neue Analyse 16-fach genauer. Kleinräumige Unterschiede und Belastungsschwerpunkte in Städten und Gemeinden sind hierdurch deutlich besser sichtbar. Wo sich Hitze besonders staut, wo Freiräume kühlend wirken und wo planerische Eingriffe besonders notwendig sind, lässt sich nun wesentlich genauer erkennen. 

Zudem wurden für die Klimaanalyse neue Datengrundlagen zu Siedlungs- und Gebäudestrukturen sowie zur Flächennutzung herangezogen. Auch Daten aus dem ZENSUS 2022 sind eingeflossen. Der Bereich der Betroffenheitsanalyse konnte so deutlich ausgebaut werden.

Wo sind Klimaanpassungsmaßnahmen besonders prioritär?

Die Klimaanalyse betrachtet nun nicht mehr nur, wo es besonders heiß wird, sondern auch, wo Menschen leben, die gegenüber Hitze besonders empfindlich sein können. Kleinräumige Bevölkerungsdaten, beispielsweise zu hochaltrigen Menschen und Kleinkindern, wurden ausgewertet und mit den hitzebelasteten Bereichen überlagert. Ergänzend wurde die durchschnittliche Nettokaltmiete als Annäherungswert für die Armutsgefährdung herangezogen, um Mehrfachbelastungen räumlich besser sichtbar zu machen. So können Quartiere identifiziert werden, in denen Klimaanpassungsmaßnahmen besonders prioritär sind.

Alle Ergebnisse können über den Klimaatlas des LANUK abgerufen werden. 

Weiterführende Links

Methodik und Ergebnisse der Klimaanalyse NRW 2026 im Fachbericht 171, LANUK NRW. 

Vorstellung der Klimaanalyse 2026 für Anwender*innen als Präsentation, LANUK NRW

Klimaatlas NRW, LANUK NRW 

Methodik-Papiere erläutern zu jeder Karte Datengrundlagen und Vorgehensweise.