Aktuelles

Leitfaden: Arbeiten wir digital

9.12.2020 Die politische Arbeit in der Kommune wird immer digitaler. Das hat zum einen mit der Alltagsrealität, aber auch mit veränderten äußeren Umständen, wie den Folgen der Corona-Pandemie. Die Devise lautet: Umschalten auf digitale Werkzeuge und Kanäle.
Die Welt ist digitaler geworden, das erleben viele von uns im Privaten, im Beruf und nicht zuletzt im politischen Ehrenamt. Altbewährte Schnittstellen zu den Bürgerinnen und Bürgern der Kommune sind aktuell weggebrochen. Und auch die Fraktionsarbeit steht seit der Pandemie vor neuen Herausforderungen. Genau darum geht es in diesem Leitfaden. In jeder Krise steckt auch eine Chance. Es ist an der Zeit alte Formate auf den Prüfstand zu stellen und neue auszuprobieren.

Kommunalwahl 2020: 40 Prozent Frauen in städtische Aufsichtsgremien

24.11.2020 Mit der Kommunalwahl 2020 werden auch städtische Aufsichtsgremien in der Regel neu besetzt. Das  Gesetz  zur  Gleichstellung  von  Frauen  und  Männern  für  das  Land  Nordrhein-Westfalen  (Landesgleichstellungsgesetz  -  LGG) sieht  im Paragraf 12 eine Regelung  zu  einer  geschlechtergerechten  Gremienbesetzung vor.  Demnach  ist  als  Grundsatz bei der Besetzung von wesentlichen Gremien ein Mindestanteil von 40 Prozent Frauen verpflichtend vorgegeben. Folgerichtig müssen alle Stellen, die berechtigt sind, Mitglieder zu entsenden, bei ihren Personalvorschlägen, Benennungen etc. eine  entsprechende  Quotierung  vornehmen. Nur  aus  zwingenden  Gründen darf von  den  Vorgaben  abgewichen  werden.

Infrastrukturatlas: Daten und Fakten über öffentliche Räume und Netze

19.11.2020 Wir brauchen funktionierende Infrastrukturen - tagtäglich. Trotzdem waren sie lange ein Thema, das nur wenige interessierte. Das ändert sich gerade. Im Zuge der Covid-19-Pandemie wird ersichtlich, wie sehr wir uns im privaten und öffentlichen Leben auf Infrastrukturen wie das Gesundheitswesen, die Kommunikationsnetze, aber auch die Versorgung mit Wasser, Strom und Lebensmitteln verlassen. So hat die Pandemie die öffentlichen Infrastrukturen mit einem Mal weit oben auf die politische und gesellschaftliche Tagesordnung gesetzt.
Doch unabhängig davon ist schon länger klar: In den nächsten Jahren stehen wichtige Infrastrukturentscheidungen an. Wie wir heute unsere Infrastrukturen gestalten, entscheidet maßgeblich darüber, wie wir morgen leben: Ob Fahrradweg oder Autostraße, ob Kupferkabel oder Glasfasernetz, ob Windenergie oder Kohlekraft – jede Entscheidung für eine bestimmte Infrastruktur gleicht einem Vertrag mit der Zukunft. Nicht zu vergessen, wer Schulden hat, kann weniger investieren.

GRÜNE: Überragende Gewinne zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen

11.11.2020 Mit 20,0 Prozent im bevölkerungsreichsten Bundesland bestätigen die Grünen, dass sie kommunal eine starke Kraft sind. Mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 8,3 Prozentpunkten erreichte die Partei ihr mit Abstand bestes Ergebnis bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. Gut 14 Millionen BürgerInnen ­hatten am 13. September die Wahl, in 23 kreisfreien Städten und 145 Bezirksvertretungen, 31 Kreisen und 373 kreisangehörigen Gemeinden. Über die Hälfte – 7,4 Millionen Menschen – stimmte ab: Damit stieg die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2014 leicht um 1,9 Prozentpunkte. Die Grünen waren mit gemischten Gefühlen in die Kommunalwahl gegangen. Die Niederlage bei der Landtagswahl 2017 mit lediglich 6,4 Prozent steckte noch in den Knochen. Nach dem euphorisierenden Europawahlergebnis 2019 mit 20,5 Prozent wollten Bündnis 90/Die Grünen diesmal zweitstärkste Kraft werden. Dieses ambitionierte Ziel wurde zwar landesweit nicht erreicht, wohl aber in einigen Städten und Gemeinden.

Neu: Kommunal Politik Machen

DIE GRÜNE EINSTEIGERLEKTÜRE in neuer überarbeiteter Auflage!
Dieser Leitfaden fürs Politikmachen vor der eigenen Haustür gehört in jedes Fraktionsbüro und auf den Schreibtisch aller grünen Kreistags-, Stadtrats- oder Gemeinderatsmitglieder. Das Buch führt Frischgewählte in die lokalpolitische Materie ein und hält auch für erfahrene Kommunalpolitiker*innen viele Kniffe parat. Ein Streifzug durch die Arbeitsfelder im Stadt- und Gemeinderat mit den Themen: Grundlagen, Handwerkszeug, Kommunikation & Strategie.
Aus dem Inhalt:
• Mein Recht als Ratsmitglied
• Teambildung und Konfliktlösung
• Zeitmanagement
• Lektionen aus der kommunalpolitischen Praxis
• Rechtspopulismus in den Räten

Papieratlas 2020

28.10.2020 Das Bundesumweltministerium zeichnete die Gewinner des Papieratlas 2020 aus. An dem von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) ausgelobten Wettbewerb beteiligten sich  über 180 Kommunen. Dabei setzte sich Erlangen als „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ vor Bottrop, Leverkusen und Münster alle mit 100 Prozentquoten durch. Der Kreis Paderborn wurde „Recyclingpapierfreundlichster Landkreis“. Die Städte Essen, Bonn, Siegen und Solingen erhielten Sonderauszeichnungen für langjähriges herausragendes Engagement. Die Auszeichnungen „Aufsteiger des Jahres“ gingen in NRW neben Ibbenbüren mit einer Recyclingquote von 93% auch an Oberhausen mit 57 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote in Oberhausen noch bei knapp 4 Prozent. Der Papieratlas bildet den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten, Landkreisen und Hochschulen ab. Die 99 Groß- und Mittelstädte erreichen mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 91 Prozent eine neue Bestmarke. Der Landkreiswettbewerb stellt mit 40 Teilnehmern und 85 Prozent gleich zwei neue Rekorde auf.

Corona: Leere Straßen und digitale Arbeit

15.10.20 Die Forschungsgruppe Mobilität und Raum des Dortmunder Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung geht in der zweiten Ausgabe der neuen Reihe ILS-IMPULSE der Frage nach, wie es um die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die berufsbedingte Mobilität steht. Die ILS-Wissenschaftler*innen werfen einen Blick auf das System der berufsbedingten Mobilität.  Wie sind die neuen Chancen für eine umwelt- und sozialverträgliche Gestaltung von Arbeit und Mobilität? Ergeben sich etwa durch eine Stärkung des Arbeitens von Zuhause aus auch neue Impulse für eine Verkehrswende im Berufsverkehr?

Leitfaden für die Ratsarbeit

24.09.2020 Leitfäden gibt es viele! Die Wenigsten schaffen es in die 7. Auflage und zu einem Standardwerk zu werden. Pünktlich zur Kommunalwahl legen Wohland und Knirsch als profunde Kenner der kommunalpolitischen Materie eine aktualisierte Fassung einer Einführung in die Kommunalpolitik vor. Das handliche Buch hat sich als praktische Hilfestellung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und alle kommunalen Mandatsträger bewährt. Die strukturierte Gliederung entlang von Schlagworten versetzt die Leser schnell in die Lage, sich mit den notwendigen Rechtskenntnissen und Begrifflichkeiten vertraut zu machen, die für die praktische Rats- und Ausschussarbeit unerlässlich ist. Die fehlenden rechtstheoretischen Erörterungen tragen zu einer besseren Verständlichkeit bei. Für vertiefende Kenntnisse gibt es zudem hinreichend Kommentare und Lehrbücher.

Gewerbesteuereinnahmen brechen ein

8.09.2020 Die Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen liegen im zweiten Quartal 2020 mit knapp zwei Milliarden Euro deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Rund 1,5 Milliarden Euro bzw. 43,5 Prozent erhalten die Kommunen in NRW weniger als im zweiten Vierteljahr 2019 (damals: 3,5 Mrd. Euro). Im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres (Januar bis März 2020: 2,8 Milliarden Euro) verringerten sich die Einnahmen um 30,1 Prozent. Von 2015 bis 2019 lag der durchschnittliche Einnahmebetrag der NRW-Kommunen aus Gewerbesteuern bei etwa drei Milliarden Euro pro Quartal. Die höchsten Rückgänge der Gewerbesteuereinnahmen aller 396 NRW-Kommunen gegenüber dem zweiten Quartal 2019 mussten die Einnahmeriesen Düsseldorf (−192,2 Millionen Euro) und Köln (−134,0 Millionen Euro) hinnehmen. Das Ruhrgebiet verliert gut 277 Millionen.

Wien: Grünpflanzen, Liegestühle und Nebeldusche statt Autos

27.08.2020 Das rot-grüne Wien schlägt Wellen in der Stadtentwicklung: Direkt auf eine viel befahrene Straße hat die Stadtverwaltung einen Swimmingool gesetzt. Ein Novum? Nein, in 22 "coole Straßen" wird Stadtraum umgewidmet. Ausgestattet mit Liegestühlen, Grünpflanzen und Nebeldusche zur Abkühlung entstehen neue Begegnungsräume. Autos dürfen bis zum 20. September in den meisten dieser Straßen weder fahren noch parken. In Abstimmung mit den Bezirken wurden auf der Basis der Wiener Hitzekarte die Projektstandorte ermittelt.

Bundesverfassungsgericht stärkt die Selbstverwaltung der Kommunen

20.08.2020 Das Bundesverfassungsgericht stärkt mit seiner Entscheidung vom 7. August zu Regelungen der Bedarfe für Bildung und Teilhabe die kommunale Selbstverwaltung. Das Verfassungsgericht macht deutlich, dass den Kommunen durch Bundesrecht keine neuen Aufgaben übertragen werden dürfen. Auch für die Erweiterung bestehender Aufgaben der Kommunen sind die Grenzen eng. Es stellt klar, dass Aufgabenübertragungen durch die Bundesländer zu erfolgen haben. Die den Kommunen dadurch entstehenden Kosten sind im Sinne der Konnexität von den Ländern auszugleichen. Das Gericht bestätigte damit das im Grundgesetz verankerte Durchgriffsverbot, das dem Bund die direkte Übertragung von Aufgaben auf die Kommunen untersagt. Die Kommunen machten in einer Kommunalverfassungsbeschwerde geltend, dass die Vorschriften des Bundesteilhabegesetz gegen das bundesrechtliche Aufgabenübertragungsverbot verstießen, weil die Regelungen die ihnen als örtlichen Trägern der Sozialhilfe bereits zugewiesenen Aufgaben wesentlich verändert bzw. erweitert und um neue Aufgaben ergänzt hätten.

Corona: Erwerbstätige Mütter tragen Hauptlast zusätzlicher Sorgearbeit

12.08.2020 Forscherinnen warnen vor langfristigen Nachteilen für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern nehmen momentan zu. Die Fortschritte bei der Aufteilung von Erwerbs- und unbezahlter Sorgearbeit werden in vielen Familien zumindest zeitweilig zurückgenommen. Eine Momentaufnahme von der Haushalte mit niedrigeren oder mittleren Einkommen stärker betroffen sind, als Familien mit höheren Einkommen. Personen mit höheren Einkommen müssen während der Pandemie seltener ihre Erwerbsarbeit einschränken. Das zeigen Ergebnisse einer aktuellen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

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