Vekehrstagung der GAR NRW und Heinrich-Böll-Stiftung NRW

Vekehrstagung der GAR NRW und Heinrich-Böll-Stiftung NRW
Mobilität – Inspirationen für die Verkehrswende vor Ort

Die Kommunen stehen bei der Verkehrswende vor richtungsweisenden Herausforderungen. Sie müssen den Menschen attraktive Mobilitätsangebote machen und gleichzeitig Maßnahmen zur Luftreinhaltung, Lärmminderung und zum Klimaschutz vorantreiben. Die zukünftige Mobilität muss weniger Ressourcen verbrauchen, aber auch inklusiver und flexibler sein. In der Kommune findet auch die intensive und kontroverse Debatte mit den Bürger*innen über den richtigen Weg und die richtigen Projekte für eine zukunftsfähige Mobilität statt. Mobilität als Dienstleistung verspricht die Möglichkeit, Städte völlig neu zu gestalten. In den letzten hundert Jahren standen Autos im Mittelpunkt der Stadt- und Verkehrsplanung. Jetzt sollten endlich wieder die Menschen diesen Platz einnehmen.Wie das konkret aussehen kann und welche Hindernisse und Hürden es auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Mobilität zu überwinden gibt, um die Verkehrswende in den Kommunen voranzutreiben, darum soll es im Rahmen der Tagung „Mobilität – Inspirationen für eine Verkehrswende vor Ort“ gehen.

Hier geht's zur Anmeldung



Die GAR NRW und die HBS NRW laden Euch nach Wuppertal ein, um sich gemeinsam daran zu machen, genauer hinzusehen.Die Tagung hat das Ziel, gemeinsam mit allen relevanten Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft mithilfe von Best Practice-Beispielen zu definieren, wie eine zukunftsorientierte, nachhaltige, integrierte Mobilität ausgestaltet und umgesetzt werden kann.

Wir starten mit einer Einführung durch Prof. Dr. Heiner Monheim. Monheim spricht sich für umweltfreundliche und stadtverträgliche Verkehrskonzepte und Planungsstrategien aus. Er gehört zu den Kritikern einer autofi xierten Verkehrspolitik und setzt sich für eine Renaissance der Urbanität und „Stadt der kurzen Wege“ ein. Bekannt ist er in Fachkreisen durch verschiedene wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen.

In einer Podiumsdiskussion wollen wir der Frage nachgehen, wie das Fahrrad zu einem Baustein der Verkehrswende werden kann. Zu diesem Thema diskutieren Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der verantwortlich den beschlossenen Ausbau der Infrastruktur beim Radverkehr voranbringen wird, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal und selbst passionierter Radfahrer, Dr. Ute Symanski die Mitbegründerin der Fahrradinitiative „Aufbruch Fahrrad“ sowie Christine Fuchs von der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen, die bisher erreichten Fortschritte und aktuelle Beispiele.

Im Anschluss bieten wir in drei Werkstätten die Möglichkeit, an den zentralen Fragen der Mobilitätsgestaltung weiterzuarbeiten.

  1. Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum. Wir wollen mit Euch über Mobilität im ländlichen Raum reden und Wege aufzeigen, in welcher Weise Mobilität auf dem Land für alle Bevölkerungsgruppen ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig umgesetzt werden kann. WelcheMobilitätsdienste und Lösungen bieten sich für eine ökologische Verkehrswende und Mobilitätssicherung in ländlichen Räumen an? Wir haben Cora Ehlert, die Referentin für Verkehr beim Städte- und Gemeindebund gewinnen können und Dr.- Ing. Melanie Herget, die an der Uni Kassel insbesondere über den ländlichen Raum forscht.
  2. Emissionsfreie letzte Meile – Aktive Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das Gewimmel auf der letzten Meile, zu Fuß, mit dem Scooter oder mit dem Rad? Wie soll öffentlicher Raum genutzt werden? Zu Fuß ist die natürlichste Form der Fortbewegung; kommt diese neben den sich in den letzten Jahren sprunghaft vermehrten ökonomischen Angeboten,der Fußgänger*innenverkehr unter die Räder? Input geben hier Julia Bingeser Radverkehrsbeauftragte der Stadt Kaiserslautern und Dr. Jürgen Brunsing Verkehrsplaner aus Dortmund, der sich schon seit langem insbesondere mit Fußverkehr befasst.
  3. Der Zug war pünktlich?– Klimafreundlich unterwegs mit Bus und Bahn. Alle reden seit Jahren vom Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Taktung, Infrastruktur und auch bei der Frage des Komforts lässt der ÖPNV an vielen Stellen noch Luft nach oben. Mit dem Vorstandsmitglied desVCD NRW, Iko Tönjes und dem Verkehrsmanager Hartmut Koch soll beleuchtet werden, wie diese Probleme angegangen werden können.

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung.