Städtetag: Anpassung an den Klimawandel - eine Handreichung

01.04.2019 Starkregen, schwere Gewitter, Stürme, anhaltende Trockenheit und Hitze sind Folge des Klimawandels. Die Extremwetterereignisse stellen die Städte und Gemeinden in Deutschland schon heute vor große Herausforderungen. Die aktuellen globalen und regionalen Klimaprojektionen sowie wissenschaftliche Untersuchungen lassen erwarten, dass sich diese Entwicklungen noch verstärken. Die daraus resultierenden Belastungen und Risiken für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, die öffentliche Infrastruktur sowie Natur und Umwelt werden dadurch gerade in dichter besiedelten Städten und Regionen sowie entlang von Fließgewässern weiter steigen. Der Klimawandel erfordert zusätzliche Maßnahmen bei der Planung, beim Betrieb und beim Ausbau der Infrastruktur in den Städten. Von großer Bedeutung für das Stadtklima sind neben den städtebaulichen
Rahmenbedingungen auch die Kalt- und Frischluftproduktionsflächen innerhalb des Stadtgebietes. Auf der Grundlage von Szenarien und Prognosen müssen deshalb stadtteilbezogene Betrachtungen für Verbesserungsmaßnahmen hinsichtlich des Stadtklimas angestellt werden. Ziel der Maßnahmen muss es sein, die Folgen der Klimaänderungen in der Stadt und für die Stadt zu minimieren. Erforderlich sind deshalb umfassende Klimaanpassungskonzepte. Dafür sind die notwendigen interdisziplinären Arbeitsstrukturen mit den dafür notwendigen Ressourcen zu schaffen. Insbesondere sollten bei allen Investitionen die zu erwartenden Klimaänderungen berücksichtigt
werden. Inzwischen engagieren sich viele Unternehmen mit vielfältigen Ideen, Produkten und Dienstleistungen für die Bewältigung konkreter Auswirklungen des Klimawandels.
Diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung schafft auch neue Arbeitsplätze und stärkt das Profil vieler Städte als Standort für nachhaltiges Wirtschaften.

Die Handreichung "Anpassung an den Klimawandel in den Städten -Forderungen, Hinweise und Anregungen" benennt für zentrale Bereiche wichtige Handlungsfelder für die Ausrichtung des Anpassungsprozesses. Darüber hinaus enthält sie weitergehende Empfehlungen für klimaschützende Maßnahmen. Prioritär sollten solche Maßnahmen sein, die Klimaschutz und Anpassung miteinander verbinden.