KONSENS STATT KONFLIKT mit Arne Schöler

Von der Familie über das Ehrenamt und den Beruf bis hin zu Abstimmungen in den Parlamenten: Überall gibt es bei demokratischen Abstimmungen Gewinner und Verlierer. Damit tragen Mehrheitsentscheidungen häufig einen Konflikt weiter oder lassen ihn im Verborgenen weiter schwelen.
Aber was kann ich selbst tun, wenn ich eine Entscheidung brauche, alle Beteiligten einbinden will und gerne ein gemeinsames Ergebnis erzielen möchte, das alle begeistert, zumindest jedoch zufrieden stellt?
In unserem Seminar erarbeiten wir dazu zwei grundlegende und sich ergänzende Werkzeuge: Wir lernen die Haltungen und Methoden der empathischen Gesprächsführung kennen, die auf den Erfahrungen von Carl Rogers und Marshall Rosenberg sowie Methoden aus der Konfliktmediation aufbaut. Diese Form der Gesprächsführung ist universell und sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld hilfreich einsetzbar. Sie fördert Verbindung und Motivation und ist überzeugend und entlastend. Die Grundlage dafür ist eine empathische Auseinandersetzung mit der eigenen Person - der Selbstklärung. Die Selbstklärung führt zu einer wohlwollenden Haltung sich selbst und anderen gegenüber: Durch diese empathische Haltung werden die eigene Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein gestärkt, was dabei hilft, in einer Gruppe die gemeinsamen Ziele zu klären oder in Konflikten gemeinsam wieder "auf den Teppich zu kommen".
Im zweiten Teil zeigen wir die Methode des "systemischen Konsensierens": Ein Verfahren, das nicht auf Zustimmung setzt, sondern darauf, Widerstände gegen Entscheidungsvorschläge offenzulegen und konstruktiv aufzulösen.
Das Ziel ist, einen möglichst hohen Konsens herbeizuführen, den alle tragen können. Dafür hat sich das systemische Konsensieren auch in größeren Gruppen bewährt.
Wir simulieren Gespräche und Konfliktsituationen - gerne auch Beispiele aus dem praktischen Alltag der Teilnehmenden - und verbinden die empathische Gesprächsführung mit dem Konsensieren im Sinne einer nachhaltig getragenen Entscheidung mit hoher Konflikttransparenz.
Die Teilnehmenden üben sich darin die "Themen hinter dem Thema" auf eine friedliche, offene und effiziente Weise mit den Beteiligten zusammen aufzulösen. Gleichzeitig befördern die Nebenthemen wichtige Aspekte des menschlichen Miteinanders an die Oberfläche, die häufig für die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit von Engagement erheblich sind.
Im Mittelpunkt dieses auf Vertrauen und Akzeptanz basierenden Seminars steht das Erfahrungslernen, weshalb es hilfreich ist, wenn Sie sich offen mit Ihren Themen einbringen.

UNSERE SEMINARVERSPRECHEN:
- Die Teilnehmenden kennen das systemische Konsensieren und die Grundlagen der empathischen Gesprächsführung.
- Die Teilnehmenden können eigene Meinungen auf Werte und Ziele methodisch hinterfragen.
- Die Teilnehmenden verfügen über eine geschulte Wahrnehmung dazu, was Empathie ist und was nicht. Sie haben erlebt, wie Selbstempathie und Empathie in Konflikten die Gemüter beruhigen und somit besonnenes und angemessenes Verhalten möglich wird, das deeskalierend und entlastend wirkt.

Das Seminar richtet sich an alle ehrenamtlich engagierten Personen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten oft in Gruppendiskussionen und Entscheidungsprozessen befinden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich - nur das Einlassen auf die Methode sowie die Bereitschaft, sich kritisch mit sich selbst und seiner Umgebung auseinanderzusetzen.
Das Seminar wird geleitet von Arne Schöler. Es wird mit 18 Unterrichtsstunden für das Politikmanagement-Zertifikat der GreenCampus-Weiterbildungsakademie im "Freien Bereich" anerkannt.

149,00 Euro ohne Übernachtung 
Info unter info@boell-nrw.de

Anmeldung hier

Dies ist eine Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung NRW.

Freitag, 20. November 2020 bis Sonntag, 22. November 2020
Jugendherberge Düsseldorf