Agenda für eine Verkehrswende aus kommunaler Sicht

23.04.2019 Um zukunftsfähige Verkehrs- und Mobilitätskonzepte zu entwickeln sind die Städte in NRW gefordert. Die Überschreitung von Stickoxid-Grenzwerten zeigt auf, das der Pkw- und Lkw-lastige Modal Split zugunsten des Umweltverbunds von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr und stadtverträglichem Güterverkehr dringend zu verändern ist. Die Verkehrsleistung von Pkw und Lkw im Stadtgebiet und Stadt-Umland-Verkehr sind spürbar zu reduzieren. Generell muss nicht nur in großen und mittleren Städten die Mobilität von Menschen und der Transport von Gütern in Städten und zwischen Städten und Regionen umweltverträglicher organisiert werden. Vor dem Hintergrund vergleichsweise langer Umsetzungszeiträume beim Umbau öffentlicher Räume, der Vergabe von Verkehrsleistungen und der Veränderung des Mobilitätsverhaltens wirkt eine grundsätzliche Konsensfindung in den Stadträten beschleunigend. Das vom Hauptausschuss des Deutschen Städtetages beschlossene Positionspapier „Nachhaltige städtische Mobilität für alle“  könnte einen Diskussionsprozess zu dieser Konsensfindung unterstützen.

Die kommunalen Anstrengungen erfordern jedoch stete und deutlich intensivere Unterstützung von Bund und Land, um die Verkehrswende mit Blick auf die Klimaschutzziele 2030/50, den Anspruch an lebenswerte und vitale Städte und die Einlösung des Anspruchs gleichwertige Lebensverhältnisse auch über eine Mobilität für alle Menschen in Städten und Regionen einzulösen.

Positionspapier des deutschen Städtetag
Nachhaltige städtische Mobilität für alle - Agenda für eine Verkehrswende aus kommunaler Sicht