Fußgängerparadies, E-Mobilität, Lebensqualität

18.02.2019 Verkehrswende ist kommunal: Spätestens seit dem Dauerstreit um schlechte Luft und Dieselfahrverbote ist klar: Deutschland braucht eine Verkehrswende. Die Art wie heute Mobilität organisiert ist, sorgt weniger für Verkehrsfluss als für einen Infarkt. Auf den Straßen werden immer noch zu viele Menschen verletzt oder sogar getötet, besonders Fußgänger/innen und Radfahrer/innen. Dass der urbane Raum einst autogerecht geplant wurde, verschlechtert die Lebensqualität von Städten. Dabei geht es anders. Maximal mobil sein, und das ohne eigenes Auto: Das könnte schon in naher Zukunft in Städten, auch in Deutschland, möglich sein.

Kommunen sind die Vorreiter der Verkehrswende, das zeigt das Webdossier „Kommunale Verkehrswende“ der Heinrich-Böll-Stiftung. In neun Kapiteln geht es hinaus auf die Straße, hinein in die Regionalbahn, rauf aufs Rad und mit Köpfchen ins Auto. Wie könnte ein Tag in der Stadt nach der Verkehrswende aussehen? Welches sind die Zutaten für eine erfolgreiche Transformation der Mobilität? Wir haben uns umgesehen im Fußgängerparadies Vitoria-Gasteiz, beim Radverkehrs-Champion Karlsruhe, in der Welthauptstadt der E-Mobilität Oslo, in der Lebensqualitäts-Metropole Wien, besuchten die Pionierin der Flatrate-Mobilität Helsinki und den ÖPNV-Leuchtturm Zürich. Außerdem im Webdossier: Kompakte Argumente für Veränderung, lebenswerte statt autogerechte Stadt, mehr Flächengerechtigkeit im Straßenraum, bessere Luft zum Atmen und mehr Sicherheit – jeweils mit Infografik. Dazu Tipps zur Bürgerbeteiligung und Kommunikation und eine Übersicht der zahlreichen Förderprogramme, die Bund, Länder und die EU anbieten.

Webdossier „Kommunale Verkehrswende“

Foto: Heinrich-Böll-Stiftung